Ausstellungen Freitag 15.12.2017 - Bromer Kunst (Blockhaus Experimental Space), Roggwil BE

«Synthesis»

Werke von Angela Glajcar (Papier) und Thomas Röthel (Stahl). Bis 25. Februar

Angela Glajcar, die über einen langen künstlerischen Findungsprozess von Stahl- und Holzarbeiten zu ihrem heutigen Signature-Materiall Papier fand, und Thomas Röthel, dessen zentrales Material Stahl, eines der härtesten Materialien dieser Erde ist, könnten auf den ersten Blick kaum unterschiedlichere Werke erschaffen. Der erste, oberflächliche Schein trügt jedoch. Wirken die Werke der beiden Künstler zunächst immens konträr, erschliessen sich bei näherer Betrachtung und eingehender Beschäftigung eine Vielzahl an Gemeinsamkeiten – die einen überraschend offensichtlich, die anderen eher subtil. Aus der Negierung der ihrem Werkmaterial jeweils zugeschriebenen Eigenschaften, gelingt es beiden Künstlern, in ihren Werken eine Synthese zweier sich naturgemäss gegenseitig ausschliessenden Eigenheiten miteinander zu vereinen. Leichtigkeit und Schwere. Mit dem Werkstoff Papier assoziiert man unter anderem Leichtigkeit und Empfindlichkeit. Je nach Dichte und Stärke, kann Papier jedoch auch stabil, widerstandsfähig, flexibel und eben schwer sein. Besonders in den grossen Rauminstallationen Angela Glajcars scheinen all diese Eigenschaften des Papieres gleichzeitig in Harmonie zu existieren. Die grossflächigen hintereinander gestaffelten Papierbahnen, an den Kanten gerissen und somit Verletzlichkeit beweisend, schweben in luftigen Höhen über den Betrachtern und suggerieren Leichtigkeit und Schwingung. Gleichzeit kann man jedoch erahnen, dass Papierbahnen in solchen Dimensionen ein nicht unerhebliches Gewicht mit sich bringen. So sind die Arbeiten Angela Glajcars oftmals ein Oxymoron in sich. Dies lässt sich auch auf die Arbeiten von Thomas Röthel übertragen. In seinem Werk spielen diese kontrastierenden Qualitäten ebenso eine wichtige Rolle. Der schwere Stahl, dessen Härte in der Bearbeitung man nur mit enormer Hitze begegnen kann, verwandelt sich unter dem künstlerischen Eingriff Röthels in oftmals filigran und fragil anmutende Skulpturen. Sie strahlen eine Dynamik und Leichtigkeit aus, welche die Schwere des Materials beinahe vergessen lassen. Andere Arbeiten wirken durch ihre subtilen Biegungen und Schwünge sanft, geradezu menschlich gutmütig. Ineinander versunkene Stahlschichten scheinen dem harten Material zu trotzen und wirken schmiegsam und weich. Röthels Skulpturen – besonders die grossformatigen für den Aussenraum – sind häufig tonnenschwer und nahezu ausnahmslos massiv

Wann

15.12.2017, 13:30 - 17:00 Uhr

Weitere Termine

Wo

Bromer Kunst (Blockhaus Experimental Space), Roggwil BE

Veranstaltungsort

Bromer Kunst (Blockhaus Experimental Space)

Landstrasse 53

4914 Roggwil BE

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